29. März 2012

Ein Frühlingstag. Zu Beginn alles grau, auf einmal drängt ein zauberhaftes Sonnenbündel durch die Wolken hervor. Dann der Regen. Und naher lockert der Himmel langsam wieder auf.
"Blumen für die Frau zu Hause?"
So lautete die entscheidende Frage an mich am Sonnabend. Nein danke, möchte jetzt keine Blumen kaufen. Und in dem Moment wusste ich es. Es gab nur einen Ausweg für mich.

Am Montag war es so weit. Wir saßen zu zweit in der Küche. Ich erzählte ihr, was passiert war, auch an der Uni, und was das alles für mich bedeutete: Es ist nicht mehr wie früher zwischen uns. Ich bin alles andere als glücklich. Tränen. Dann das Geständnis: Sie wisse, es geht uns beschissen. Ihr habe nur die Kraft gefehlt, mit mir darüber zu sprechen. Sie wisse es auch, unsere Beziehung ist seit langem wie eine Partnerschaft in einer Firma. Dies zuzugeben tue aber weh. Dass die Gefühle gestorben sind, möchte doch niemand zu hören bekommen. Ich versicherte ihr, ich habe sie nicht verletzen wollen. Aber ich konnte nicht anders.

Wir sind seit elf Jahren verlobt und jetzt ist plötzlich alles offen. Für mich ist die Gefühlswüste, die ich gewohnt war, keine Option mehr. Was auch immer demnächst passiert, wichtig dabei ist, dass wir einander und unsere Lage mit offenen Augen betrachten.

Bevor ich für mein rücksichtsloses Handeln in dieser Frauengeschichte ans Kreuz genagelt werde, gestattet doch eine Frage: Was hat man von dem Schweigen eigentlich? Wir sind hier nur einmal. Aber zugegeben: Einer Frau persönliche Dinge laut zu sagen, ist verdammt schwer. Oder einer Person anderen Geschlechts überhaupt, bekannt oder nicht. Unglaublich. Nur Mut.

27. März 2012

Mein Chef besitzt Wald, ganz schön viel eigentlich, und wieder ist die Zeit des Jahres angekommen, wo er sich lieber mit den dazugehörenden Angelegenheiten als mit seinem Taxigeschäft beschäftigt. Weil ich momentan nur an Wochenenden fahren kann, und möchte, heißt es nun, dass ein zweiter Fahrer vorübergehend reinspringen muss.

Einen hat der Chef schon parat. Und was für einen! Rund 60, kennt jeden in der Branche - und alle kennen ihn. Nämlich, nach regelmäßigen Abständen nimmt er sich, wie es die Kollegen am Bahnhof ausdrücken: "Sonderurlaub zur Erhaltung und Wiederherstellung der Arbeitskraft"; will sagen, er trinkt ein oder zwei Wochen, bis er physisch, psychisch und finanziell am Ende ist und furchtbar verschwollen und mit roten Augen zurück zur Arbeit kehren muss.

Nach seinem neuesten Comeback hat er Arbeit in einem Auto gefunden, das derzeit mit überdimensional großen, gelben Werbeaufklebern verhüllt ist. Um die Arbeitsstunden der kommenden Monat mit ihm teilen zu können, soll ich die Sache selbst mit ihm besprechen, was ich am kommenden Freitag am Stand auch erledigen werde. Ihn zu finden, müsste einfach sein, denn selbstironisch und seine Situation durchaus erkennend hat er meinem Chef eine Anweisung für mich gegeben:
"Der Zirkuswagen, wo ein Clown drinne sitzt, das bin ich."

24. März 2012


"Sex ist wie mühsames Masturbieren. Und hinterher beschwert sich noch die Hand über die Leistungsdauer, -technik und völlig ausgebliebenen Emotionen."

Reine Schadenfreude füllte meine Seele als ich gestern beim Morgenkaffee dieses Zitat in unserer lokalen Zeitung Aamulehti lies. Das Blatt ist wirklich keine Perle unter den europäischen  Zeitungen, und oft sind die Versuche ihrer Redaktion, die Welt zu erklären, Schüsse ins Leere geblieben. Und jetzt dies! Wie hübsch! Sie ist schon eine witzige Bemerkung, aber "unter Jungs" und nicht in der Zeitung. Der verantwortliche Journalist dürfte bereits von seinen Eiern an der Decke hängen.

Auf der Arbeit versuchte ich dann herauszufinden, wie diese Bemerkung bei den Leuten angekommen war. Eine klare Antwort bekam ich nicht, irgendwie gab es die richtige Kundschaft nicht und es schien mir, dass die meisten hätten die Bemerkung gar nicht gelesen. Und dann am späten Abend ein Kollege:

"Das Gute an Masturbieren ist, dass man selbst wählen kann, mit wem man vögelt."

Hirnloser Affe. Wie peinlich. Es fiel kein Wort mehr. Ich ging zurück zu meinem Auto, stieg ein, schloss die Autotür und lachte los. Wo bin ich hier eigentlich?

23. März 2012

Die junge Dame, die in Peltolammi vom Bild verschwand und ihren Kopf gegen die Wand schlug - sie blutete übrigens heftig - hat den Vorfall überlebt. Die fehlende Summe von 10€ war am Montag auf mein Konto überwiesen worden.

Heute hat es in der Lokalzeitung eine witzige Bemerkung über Sex gegeben. Ich versuche heute Abend herauszufinden, ob sie Resonanz bei der Taxikunschaft gefunden hat. Worum es geht, erzähle ich euch morgen.

21. März 2012

Frühling und ein neuer Layout mit Farben! Ich wurde darauf aufmerksam gemacht, dass weiße Schrift auf schwarzem Grund möglicherweise nicht ideal ist. Mit dieser Lösung habe ich versucht, die Stimmung der dunklen Jahreszeit des Nordens zu vermitteln. Aber hier oben beginnt ja langsam die Zeit, wo es hauptsächlich hell ist. Das will der neue Layout jetzt imitieren. Hoffe, es gefällt euch.

Ich war bei der Polizei am Montag. Es war unangenehm, wie immer. Eine Stunde saß ich da, bis mir dann der Herr Ermittler einen kurzen Text über den Tisch reichte. Er war wirklich kein langer Text, aber wegen den Satzkonstruktionen und zahlreichen Tippfehlern habe ich ihn zweimal lesen müssen, bevor ich alles verstanden habe. Unterschrieben habe ich das Papier, oder sachlich ausgedrückt Verhörprotokoll troztdem.

Mein alter s124er hat vor kurzem den Kilometerstand von 400 000 km erreicht.  Der w211er meines Chefs hat jetzt 506 000 km im Tachometer. Schlecht gebaut ist er auch nicht. Der Alte hat endlich einen neuen E200 CDI bei einem deutschen Autohändler bestellt, nach zwei Jahren Hin und Her. War ja ehrlich gesagt die höchste Zeit. Der neue Wagen wird jetzt gebaut, aber erst im August geliefert. Grund dafür ist, dass er beim Händler als Vorführwagen drei Monate stehen wird. Es kann sein, dass ich ihn aus Heide abhole - wenn mein Chef genug zahlt.

Fliegenfischen-Saison steht vor der Tür. Hurra! Unterkunft am Fluss Teno für die Wochen 24- 25 und 31 ist bereits gebucht. Wahrscheinlich gehen wir auch rüber nach Norwegen für ein paar Tage. Bevor es so weit ist, werde ich beim Aufbau der Fliegenfischen Messe Tampere am 14. und 15. April helfen. Frühling ist die Jahreszeit fürs Planen!

18. März 2012

Es ist lange her, dass ich das letzte Mal die Touren aufgelistet habe, die ich während der Nacht gefahren habe. So verlief  meine Schicht gestern. Beginn war 17:00 Uhr:

- Kissanmaa - Välimaankatu 1: ein junger Herr mit einem Rucksack voll von Bierflaschen auf dem Weg zu seinem Bruder.
- Sammokatu 8 - Satamakatu 8: eine Dame aus Helsinki, die zu Besuch bei Freunden war.
- Uni-Klinik, Dialyse - Kalkku: ein älterer Herr, sehr schweigsam.
- Rahola - Busbahnhof - Iidesranta: zwei junge Herren auf dem Weg zur Einzugsfest, Krach vorhergesagt.
- Kissanmaa - Club Pakkahuone: ein Ehepaar auf dem Weg zum Stand-Up-Festival. Der Herr Autoliebhaber, quatschte mich voll, obwohl ich nicht besonderes auf Autos stehe.
- Tampere-Haus - Hotel Ilves: ein älteres Paar. Die Fahrt kostete €10,60, eine Ermässigung von 60 Cent, weil ich zu faul war, um das Kleingeld rauszuholen.
- Stand 4 - Nachtclub Seurahuone: ein Ehepaar, das Tanzen wollte. Die Zeit: 21.30 Uhr.
- Kissanmaa - Hämeenkatu 10: vier junge Herren unter 20 Jahren. Wenig Geld, aber es hat dann doch geklappt mit der Zahlung.
- Stand 4 - Hallila: ein Unternehmerehepaar, ewig zusammen, aber wie Hund und Katz.
- Hotel Ilves - Atala: ein junges Ehepaar, der erste gemeinsame Abend seit langem. Zum Abendbrot stand Sushi auf der Liste, und zwar zu Hause und zu zweit.
- Pub Tasanne - Bistro 2h+k: vier Herren aus der Restaurant-Branche. Klatschtanten.
- Bahnhof - Pyhältö in Lempäälä: ein Ehepaar, nette Leute von einer Firmenparty kommend.
- Bahnhof - Siuro in Nokia: noch ein nettes Paar. Die Fahrt kostete über 40€, aber sie legten noch einen Fünfer drauf als Trinkgeld.
- Bahnhof - Korkinmäki: ein junger Herr, froh darüber, dass er nicht noch mehr getrunken hatte. Das war ich auch.
- Bahnhof - Janka: zwei Herren und eine Dame, die Herren trugen Lederjacken mit draufgenähten Ami-Flaggen. Für sie war der Benz zu klein, versteht sich.
- Bahnhof - Lamminpää: zwei Damen, von denen die eine bereits in Epilä ausstieg.
- Nachtclub Seurahuone - Haapalinna - Tesoma: eine Dame und ein Herr, Mitte 50. Er zahlte bis Haapalinna, €15.60 + 4,40 Trinkgeld. Sie zahlte den Rest, €7,80, kein Trinkgeld.
- Eteläpuisto 4 - Linnainmaa - Kangasala: drei Fahrgäste, die miteineander befreundet waren, hatten eine Geburtstagsparty besucht.
- Bahnhof - Annala: drei Partygänger, die in einer Privatwohnung weiterfeiern wollten.

Die Zeit: 04:50 Uhr. Feierabend mit einer Kasse von € 458,80. Wünsche Euch allen einen guten Wochenbeginn!

17. März 2012

Ein Kollege rief mich vor ein paar Stunden an und fragte, ob die Polizei bereits mit mir gesprochen habe. Die Polizei? Ach, genau! Gestern Nacht hat es einen Ueberfall gegeben. Ich hatte einen Fahrgast in Kaukajärvi abgesetzt, als ein Taxi um die Ecke Alarm schlug. Plötzlich sah ich dann den Wagen an mir vorbeifahren. Ich drehte mein Auto um und fuhr ihnen hinterher. Der Wagen hielt an, die Tueren gingen auf, und ein Mann und eine Frau sprangen raus. Der Kollege und ich verfolgten sie, aber die beiden konnten sich in der Menschenmenge vor der naheliegenden Eissporthalle aus dem Staub machen. Die Bullen kamen an, aber es war zu spät. Die Täter hatten den Fahrer mir einer Spritznadel gedroht und wollten Geld. Er hatte nur 60€ in Bar. Dann wollten sie seine Bankkarte und die Kennzahl haben und drohten, ihn zu schiessen, wenn er sich weigern oder etwas versuchen wuerde. Sie waren beim Bankomat angegommen, als ich auftauchte.

So, und jetzt muss ich morgen oder am Montag aufs Revier, weil ich da war und die Täter gesehen habe. Gottverdammter Fixer! Wegen meiner Vergangenheit als Berliner Hausbesetzer bin ich prinzipiell kein grosser Fan der Bullen. Aber ich werde hingehen und erzählen, was ich gesehen habe, denn Fixer sind das Allerletzte, was es gibt.
Gestern fuhr ich eine alleinerziehender Mutter mit drei Kindern von der Uni-Klinik nach Urjala, wo ich letztes Jahr drei Monate als Lehrer tätig war. Obwohl ich ihre Kinder alle kannte, sprachen wir vom Schulwesen hauptsächlich nur auf der allgemeinen Ebene. Ein paar nette Anekdote erzählte sie mir doch noch. Sie war eine serh ruhige und bodenstänsige Frau. Die Tour war ein merkwüdiger Zufall auch deshalb, weil ich noch am vorigen Tag jemandem von Urjala erzählt hatte. So ist es beim Taxi eben. Einmal saßen wir im Wagen eines Kollegen vor der Uni-Klinik, und ich beklagte mich bei dem darüber, dass ich überall gewesen war, nur in Heinola noch nie. Und was glaubt ihr, wohin dann gleich die nächste Tour ging? Richtig.

In der Nacht habe ich mich dann wieder wie ein wahrer Ritter benommen. Ich habe ja immer davon geschwärmt, wie die finnischen Frauen die absolute Spitzenklasse darstellen. Dieser Meinung bin ich immer noch, nur wenn es um die Sache mit dem Alkohol geht, ist da bedaurlicherweise gewisse - hmm, ja -  Schwankung zu beobachten. Es war gegen drei Uhr, und ich hatte eine junge, stockbesoffene Dame vom Hotel Ilves nach Peltolammi befördert. Vor ihrem Wohnhaus stellte es sich heraus, dass sie nicht genung Bargeld bei ihr hatte und ihre Electron-Karte nicht kooperationswillig war. Sie schuldete mir noch zehn Euro. Um sie schnell loszuwerden, schlug ich vor, dass sie mir das Geld am nächsten Tag auf mein Konto überweist. Ok, kein Problem. Als sie dann ausstieg, stürtze sie sofort ab und schlug ihre Schläfe gegen die Betonwand. Um Gottes Willen! Ich nahm Papier mit und rannte zu ihr, half ihr auf die Füße und fragte, ob ich sie zur Erste-Hilfe-Station bringen sollte. Nein, das wollte sie nicht. Sie wolle nach Hause. Na gut. Ich öffnete die Tür und half ihr zum zweiten Stock, wo sie wohnte. Ihre Wohnungstür musste ich auch noch öffnen, sie hätte es nicht geschafft. Endlich war ich sie los. All das, obwohl sie mir Geld schuldete. Bin ich blöd oder was? Nee...

15. März 2012

Mal vorm Vaasaer Krankenhaus


Es war ein großer Tag heute. Damit meine ich nicht das Bild, das ich oben hinzugefügt habe. Nein, heute ging es um etwas von Bedeutung. Es ging um die Art und Weise, wie wir unsere Lebenszeit verbringen und mit unseren Mitmenschen umgehen. Es ist wohl klar, dass mein Post diesmal sehr persönlich wird und eigentlich wenig mit dem Taxifahren zu tun hat. Aber ihr könnt ja jederzeit aufhören, zu lesen.

Na, wusste ich doch. Also, die Frage lautet: Wie kann es sein, dass man beziehungsmäßig mehr als zehn Jahre ein ganz normales Leben - mit den Ups und Downs - führen und dabei denken kann, alles sei in Ordnung, bis man plötzlich merkt, dass allein die Anwesenheit einer anderen, völlig unbekannten Frau, die man nicht einmal angesprochen hat, die Gedanken durcheinander bringen kann? Und es wird noch schlimmer: Seitdem ich sie bemerkt habe, (es war im Herbst, als ich an der Uni eine junge Frau sah, die Bücher in der Hand hatte und bunte Gummistiefeln trug -an die Farbe kann mich nicht mehr erinnern, war ja auch nicht das, was ich mir angesehen habe, wenn ihr wisst, was ich meine), habe ich mich daran gewöhnen müssen, dass ich immer weiß, ob sie anwesend ist oder nicht. Ich weiß, wenn sie kommt und wenn sie geht. Und wenn sie den Raum betritt, hebe ich fast automatisch meinen Blick. Ich weiß nicht, was das soll, und es stört mich unheimlich. Neulich habe ich noch Fowles gelesen, und alle, denen der Name Frederick Clegg etwas sagt, können sich vorstellen, was mir manchmal durch den Kopf gegangen ist. Bin ich normal?

Nein, ich habe sie nicht überfallen und mit Chloroform betäubt. Ich lud sie zum Kaffee ein. Dann erzählte ich ihr, was los war. Sie hat es überlebt, denke ich mir jedenfalls. Ich habe lange überlegt, ob ich das tun soll oder nicht. Letzten Endes denke ich dann doch, dass unser Dasein geradezu erbärmlich wird, wenn wir weder den Mut haben, das zu sagen, was uns bewegt, noch das Glück, manchmal nette Sachen über uns selbst zu erfahren.

Und zu Hause? Mal sehen. Ich glaube, ich werde vorerst nichts von dieser Episode erzählen. Wenn ich darauf angesprochen werde, dann sage ich die Wahrheit. Meine Lebensgefährtin wird mich schon nach der Ursache fragen, wenn sie glaubt, dass mit mir etwas nicht stimmt. Und ich bin mir sicher, dass der Tag bald kommen wird. Sie ist doch nicht blöd. Das Schöne und gleichzeitig Schokierende an dieser Geschichte ist das, dass obwohl man glaubt, man kenne sich gut, kann man eines Tages ohne Vorwarnung zu der Erkenntins gezwungen werden, dass das nicht der Fall ist.

Egal ob ich mich richtig oder falsch verhalten habe, eines steht fest: Den heutigen Tag werde ich nie vergessen. Und darauf kommt es an.

5. März 2012

   Der kleine blaue Punkt an der Westküste

Semesterferien. Und was mache ich? Fahre Taxi. Unten habe ich die Tage und, leider Gottes, Nächte hinzugefügt, für die ich mich bereits arbeitsmässig verpflichtet habe.

Am Montag vergangener Woche fuhr ich einen Kunden nach Mustasaari. Eine interessante Fahrt. Offiziell ist Finnland ein zweisprachiges Land. Alle müssen in der Schule Schwedisch lernen, obwohl die schwedischsprachige Minderheit von Rund 5 % in den Küstenregionen im Süden und im Westen des Landes wohnen. Richtig motiviert sind verständlicherweise die meisten finnischsprachigen nicht, diese "unbedeutende" Sprache zu lernen. Als werdende Lehrer habe ich mir jedoch extra Mühe geben müssen in Sachen Schwedisch, denn rein theoretisch kann mir eines Tages eine Verbeamtung bevorstehen. Und als Diener des Volkes muss ich dann Bürger auch hinsichtlich der Sprache gleich behandeln können. Ob ich nun Schwedich gut kann? Es geht. Mit dem Fahrgast unterhielten wir uns auf Schwedisch die ganze Zeit, und in Mustasaari lud er mich zu Kaffee und Kuchen ein.

Zum Schluss noch eine kleine Anekdote. Die Tampereer Taxler wissen alles besser. Sie glauben alles über jeden zu wissen, und von den Angelegenheiten der Kollegen weiß man sowieso bescheid. Einmal saßen dann ein paar Taxler beim Kaffee. Einer von denen hatte neulich ein Kind bekommen, und über dessen Name wurde spekuliert.

"Und, weiß man schon, wie das Baby heißt?"
"Nein, noch nicht."
"Kein Wunder, es war ja noch nie im Taxi."

24. Februar 2012

Wieder da

Ehem, ja -jetzt ist die Woche endlich um. Melde mich zurueck und merke gleich, dass mein Handy nicht alle Buchstaben kennt.Es ist fast ein Jahr her, dass ich das letzte Mal gebloggt habe. Hat sich etwas inzwischen geändert? Eigentlich nicht. Beruflich war mein Leben eine Mischung aus Studium, Lehren und Taxifahren. Da tut sich jedoch ein bisschen was: bis zum Ende des Semesters habe ich alle Kurse absolviert und meine Magisterarbeit werde ich voraussichtlich im Herbst vorlegen. Dann bin ich qualifizierter Lehrer und es ist wohl vorbei mit dem Taxifahren.

Im Privatleben ist wenig passiert, was man in einer Familie mit Kindern vielleicht schätzen soll. Dies mag nicht die ganze Wahrheit sein, aber darueber mehr später. Ein paar Super-Touren habe ich auch erwischt, von denen zwei hervorzuheben sind: einmal ging es nach Kuopio (470€) und ein anderes Mal nach Liperi (560€). Der Letztere war ein Student, der eine ermässigte Fahrkarte gekauft hatte aber fuer einen sehr hohen Preis mit dem Taxi ans Ziel befördert werden musste. Bezahlt hat die finnische Bahn.

25. April 2011

Ich melde mich nächste Woche wieder zu Wort!

24. Februar 2011

Alles ist bestens hier oben. Ich habe mir nur etwas Zeit genommen vom Bloggen. Jetzt bin ich wieder da.

Ja, ich weiß: wenn man nichts zu sagen hat, spricht man über das Wetter. Aber versucht doch erst mal eine Zeitweile hier ober zu leben! Wie die drei spanische Austauschstudenten, die ich vor kurzem als Fahrgäste hatte. Sie meinten, sie verstünden jetzt, warum man hier häufig über das Wetter redet. Es ist bereits Ende Februar und die Temperaturen wälzen immer noch irgendwo zwischen -15 und - 25 Grad. Die Tiefstwerte für diesen Winter, -41,3 Grad, hat man vor einer Woche im nordöstlichen Naruska bei Salla gemessen. Es liegt ein halber Meter Schnee am Boden und es ist meistens dunkel. So sehr dunkel ist es eigentlich gar nicht mehr, aber sie haben trotzdem eine Pointe gemacht: hier beeinflusst das Wetter das Leben jeden Einzelnen so stark, dass es ein völlig salonfähiges Diskussionsgegenstand ist.

Betrefflich des Schnees, oder genauer noch, des Schneeräumens, das die Stadt alle zwei Jahre nach Preiswettbewerben in private Hände gibt, muss ich  Folgendes sagen: je mehr man privatisiert, desto sozialistischer sehen die Resultate aus. Wie in diesem Winter: Fahrspuren bleiben tagelang so gut wie unbefahrbar, kleinere Straßen außerhalb des Zentrums wochenlang sogar, Bürgersteige haben sich in schmale, eisige Spuren verwandelt, und die Schneeberge an zahlreichen Kreuzungen sind so hoch, dass man die andere Fahrzeuge erst dann sieht, wenn es fast zu spät ist.

Ich bin der Meinung, dass das Steuern der Steuergelder in die Taschen von privaten Unternehmen eher Missverwaltung gemeinsamer Mittel ist, und auf blinde, grundlose Glaube an eine imaginäre Effektivität der privaten Sektor basiert. Und das gilt nicht für die Straßenreinigung allein.

10. Dezember 2010

Fahne am Rathaus hissen, einen Politiker wählen, der reden will, und alle warten auf das anschließende Feuerwerk


Mann, wat für 'ne Woche, ey! Habe wie ein Tier gearbeitet am Wochenende. Es war ein langes Wochenende diesmal, da am Montag unser Unabhängigkeitstag war, was ein allgemeiner Feiertag ist. Vier Tage Party, also. Aber wie absurd wirkt dieser Tag, an dem Politiker von nationaler Souveränität und Freiheit schwärmen in ihren Reden und ein paar Zeilen weiter uns davon überzeugen wollen, dass auch unsere kleine Volkswirtschaft Milliarden in die Euro-Rettungspaketen reinstecken muss, sonst ist alles hin.

Am Dienstag habe ich in Valkeakoski einen Unfall gebaut. Aus Versehen habe ich zu spät gebremst, und den hinteren Stoßstangen eines Opel Astras demoliert. Der Benz hat auch Blechschaden bekommen aber die sind angeblich leicht rebarable. Das hat mich so geärgert! Nicht des Chefs wegen, er meinte nur, dass sowas passiert eben ab und zu in diesem Beruf. Aber trotzdem! Ich habe mich immer für einen guten Fahrer gehalten und gedacht, mir passiert sowas nicht. Und dann ist es passiert...Mist! Naja, positiv gesehen: es waren nur Blechschaden und Versicherung zahlt alles.

Am gleichen Abend kommt dann meine Frau ins Krankenhaus und wird am nächsten Tag am Hals operiert. Sie darf am Freitag wieder nach Hause, alles ist wieder in Ordnung, aber es waren wirklich sehr hektische Tage, vor allem wegen der Kinder. Alle Achtung an alleinziehende Eltern! Kind(er), ein Job oder zwei, studieren vielleicht auch noch. Ihr habt es wirklich nicht leicht!

22. November 2010

Verschiedene Jobs, verschiedene Hemden, beide frisch aus der Waschmaschine

Ganz schön teuer das Leben mit Kind und Kegel. Wir wollen über Weihnachten nach Lappland und gestern habe ich vom Bahnhof die Fahrkarten geholt: Auto + zwei Abteile im Schlafwagen mit fünf Betten kosten von Tampere nach Kolari während der Hochsaison insgesamt 475 Euro! Und das ist nur eine einfache Fahrt. Aber was soll's. Ich tausche gerne Mammon gegen Erlebnisse, und möchte auch möglichst viele Erlebnisse meinen Kindern anbieten. Ich bin immer der Ansicht gewesen, dass Reisen das sinnvollste Geldanlage mit dem besten Ertrag ist. Und mich zieht es nach Norden, stärker Jahr für Jahr. Abreise ist am 22. Dezember, bis dahin werde ich arbeiten was das Zeug hält.

10. November 2010

 Auf dem Weg nach Utsjoki.
 Dieses Foto habe ich um 01:21 Uhr gemacht. Die Sonne scheint immer noch. Blick auf den Fluss Teno.
 Blick vom Vetsikoski Richtung Süden.
Der Taxistand von Utsjoki vor dem Lokal "Rastigaisa".  Nicht reinschauen!
 Der Morgen nach dem 1. Mai am Tampereer Taxistand 1, Stadtbücherei
Bei mir um die Ecke steht einer der schönsten funktionalistischen Bauten der Stadt. Ecke Satamakatu/Näsilinnankatu

Gestern Nacht hat es häftig geschneit. Leider liegt die Temperatur wieder über null Grad und der Schnee ist alles bald wieder weg. Ganz anders sieht es in Utsjoki aus, wo die Temperatur jetzt bei -21,5 Grad liegt. Es ist Zeit, dass ich, wie versprochen, endlich mal einige sommerliche Bilder hier einfüge.

Die Weihnachtszeit hat begonnen. Firmen organisieren Partys für ihre Mitarbeiter und das bedeutet viel Arbeit für die Taxen. Ich selbst brauche das alles nicht so sehr, denn mit dem Taxifahren, Lehrervertretungen und Studium wird es fast zu viel für mich. Aber ich jammere nicht, es gibt viele, die gar keine Beschäftitung haben.

25. Oktober 2010

2 x nach Vaasa

Der kleine blaue Punkt auf dem Rückweg von Vaasa nach Tampere

Endlich mal ein freies Wochenende gehabt. Und das hat wirklich gut getan! Ich versuche jeden Monat mindestens ein Wochenende frei zu behalten, sonst wird es nichts. Es gibt nur Ärger, vor allem zu Hause. Taxifahren ist ein Beruf, der viel Zeit in Anspruch nimmt, und die "falschen Zeiten" sozusagen auch noch. Wenn alle anderen Feierabend machen und sich mal etwas gönnen, schuften die Taxifahrer, immer abends und an Wochenenden, immer an Feiertagen. Möchte die Frau mit dir ausgehen -kommt heute wirklich nicht allzu oft vor, aber wenn, dann wäre es doch sehr nett, wenn du sie manchmal, sagen wir mal, ins Theater begleiten könntest -aber nein, du musst ablehnen, weil du zu arbeiten hast. Oder wenn die Kinder mit seinem Vater am Samstagvormittag spielen wollen, stößt auch ihr Wunsch auf Ablehnung, weil der arme Papi die vorige Nacht Taxi gefahren hat und jetzt schlafen muss, bevor die nächste Schicht beginnt. Kaum eine Ehe hält diese Arbeit auf Dauer aus.

Zum Titel: immer Freitags -vorausgesetzt ich beginne meine Schicht früh genug- versuche ich mein Glück am Uniklinikum. Letzte Woche war ich am Abholen eines älteren Mannes in der Dialyse-Abteilung der Erste-Hilfe-Station, als das Handy klingelte. Vetter meines Chefs war dran. Er arbeitet beim Uniklinikum als Speditionschef o.ä., und wollte nun wissen, ob ich auf Rechnung des Uniklinikums einen Patieten nach Vaasa fahren würde. Klar doch! Ich habe den Opa eiligst zu seinem Ziel befördert und stand 20 Minuten nach dem Telefonat in der Abteilung, wo der Patient auf mich warten sollte. Aber er war nicht da! Die Krankenschwester hatten ihm die Zahlungsverpflichtungen in die Hand gedrückt, woraufhin er gegangen war und wahrscheinlich den ersten Wagen vom Stand genommen hatte. Und die Damen waren nicht auf die Idee gekommen, dass die Papiere keine offenen Zahlungsverpflichtungen waren. És hätte ja sein können, dass der Preis dieser Patientenbeförderung bereits ausgehandelt worden war und nicht den üblichen Tarifen entsprach!

Enttäuscht ging ich zurück zu meinem Wagen, der vor dem Ausgang stand. Kleiner Trost war es, dass der Stand fast leer von Taxen war und ich gleich Dritter wurde. Zwei minuten später war dann ein Auftragsangebot auf dem Touchscreen des Datafunkes: Frau X.X. sollte von der Augenklinik nach Vaasa befördert werden! Ich habe kaum meine Augen geglaubt! Und doch war es wahr. Es wurde eine schöne Fahrt von knapp über 354 €.

Es waren drei Tampereer Taxen um die gleiche Zeit in der Richtung unterwegs. Mit einem Fahrer war ich bereits befreundet, und er hat mich dann auch angerufen, nachdem er seinen Fahrgast losgeworden war. Ich fragte ihn, ob sein Fargast Herr X.Y. hieß und Papiere vom Uniklinikum bei sich hatte. Ja, hieß er und hatte er gehabt! Ich erzählte meinem Kollegen, was passiert war, versicherte ihn aber, dass jetzt alles OK war, weil auch ich noch eine dicke Fahrt erwischt hatte. Und mehr noch: Jetzt war ich wohl der einzige Taxler, der jemals innerhalb von dreißig Minuten zwei Fahrten von Tampere nach Vaasa angeboten bekommen hatte!

6. Oktober 2010

Grüße von der Spitze der Welt! Wie allgemein bekannt, ist Finnland  das beste Land der Welt. Das weiß mittlerweile auch die US-Zeitschrift Newsweek, das uns die Bestnote gegeben hat, vor allem wegen unseres überlegenden Schulsystems. Was geht das denn mich an? Na ja, ich hatte die Ehre, eine vierte Klasse einer unserer weltbesten Schulen in das neue Schuljahr zu leiten, als ich zwei Monate lang als stellvertrendender Klassenlehrer vor den Kindern stand.

Aber die ganze Zeit dachte ich mir, dass irgendetwas stimmt in unserem Paradies nicht. Zwar sind wir gebildet, leben in einem ausgeprägt sicheren und wunderschönen Land, aber saufen (der Pro-Kopf-Konsum reinen Alkohols liegt bei mehr als 10 Litern) und  sterben massenweise durch Gewalttaten, während die glücklichsten Menschen der Welt in Dänemark leben.Was geschieht mit uns eigentlich, und warum?

Taxi habe ich gefahren wie gewöhnlich, wobei ich einmal feststellte, dass das olle Funkgerät doch genial ist. Bestellungen und alles laufen heute über Datafunk, aber der alte Funk ist manchmal sehr nützlich, vor allem wenn man nich weiß, wo was liegt oder was  in der Stadt so läuft. Man kan jederzeit Kollegen fragen und die helfen immer  gerne. In der Samstagnacht fragte ich sie beispielsweise über Funk, ob eine Massenheiratsveranstaltung (rund sechzig Paare haben in einer Kirche währed einer Nacht geheiratet) in dieser Nacht stattfand. Sofort kam die Antwort:

Kollege 1: -Nee, das war bereits gestern. Bist zu spät.

Ich: -Schade.

Kollege 2: - Aber wenn du deine Braut noch ein Jahr warmhalten kannst, wird die Heiratsnacht nächstes Jahr wieder stattfinden.

Kollege 3: -Richtig, im Juni, das hat die Gemeinde bereits bekanntgegeben.

Ich: - Okey, werde ich mir merken.

Nach einer kurzen Pause meldete sich noch eine dunkle Stimme zu Wort:

Ich würde mir das Ganze noch mal überlegen...

31. Juli 2010

Unser Fujitsu-Siemens PC hat erneut den Geist aufgegeben. Ich bin nun nicht sicher, ob die Garantie noch gültig ist und ich ihn auf Kosten des Händlers reparieren lassen kann. Muss ich mal nachschauen. Wie auch immer, einige Fotos, die ich hier hochladen wollte, sind momentan nicht zu haben. Schade eigentlich. Aber wir haben noch einen Laptop, was mein Bloggen ermöglicht. Aber dazu muss ich mich erst mal zwingen, was offenbar zur Zeit der Fall ist.

Lange Touren, die man woanders als am Uniklinikum erwischt, sind immer etwas Besonderes. Patientenfahrten, wie lange auch immer, sind irgendwie "business as usual", dafür steht man doch da am Stand, stundenlang  manchmal. Vor ein paar Wochen aber stand ich am Freitagabend gegen halb acht am Stand 24, als ein dicker BMW vor meinen Wagen fuhr und ein Angehöriger der Sinti und Roma aus ihm ausstieg und direkt zu mir kam. Er öffnete die Hintertür, setzte eine Plastiktüte auf den Rücksitz, setzte sich selbst auf den Beifahrersitz und fragte mich:

- Wieviel kostet es von hier nach Seinäjoki?
- Von hier nach Seinäjoki kostet es 250 Euro.
- Eine Pause mitgerechnet?
- Von mir aus.
- Dann fahr los! Willst du dein Geld gleich haben?
- Ja,gerne.

Ich bin kein Rassist, aber mit Sinti und Roma haben Taxen mehr als genug Probleme gehabt und wenn sie vorauszahlen wollen, nimmt man das Geld besser sofort an. Mein Fahrgast holte ein dickes Haufen Geldscheine aus seiner Vordertasche raus und zahlte mir die volle Summe mit fünf Fünfzig-Euro-Scheinen bar auf die Hand. Wir fuhren los. Als wir bei Ikaalinen waren, rufte ihn seine Frau an. Er sagte er sei schon auf dem Weg nach Hause (nachdem er zwei Wochen unterwegs gewesen war):

-Na, mit dem Taxi. Ist doch klar. Ja was denn? Der Zug hätte ja auch fast sechzig Euro gekostet!

Es wurde still am anderen Ende der Leitung. Aber ja, das ist so ihre Stil, der Sinti und Roma, zumindest hier bei uns: Geld ist zum Ausgeben da. Als er noch mit seinem Sohn telefonierte, waren sie beide der Meinung, dass die Fahrt gar nicht so teurer war. An einer Tankstelle in Parkano lud er mich zum Kaffee ein und in Seinäjoki schüttelten wir uns noch die Hände und wünschten uns gegenseitig alles Gute. Ein sympatischer Fahrgast.

Die ungeheure Hitzewelle ist vorerst vorüber. Es ist bewölkt mit schauerartigem Regen und örtlichen Gewittern. Super!

12. Juni 2010

Taxi-Hochsaison voll im Gange seit einer Woche. Gestern Nacht hat es zusätzlich noch geregnet wie im Urwald, was dafür sorgte, dass alle rund 350 Taxen der Stadt pausenlos fahren durften. Es war wirklich nicht einfach ein Taxi zu bekommen. Und trotzdem sind eine junge Dame und ihre Begleiter auf die Idee gekommen, mir einen Festpreisangebot zu machen. Ich antwortete, dass es momentan soviel Nachfrage gibt, dass ich mir Gerede dieser Art eigentlich gar nicht anhören muss. Darauf meinte sie, dass es doch genug Kundschaft geben würde während der Nacht und eine kleine Ermäßigung würde niemanden schaden. Also, ich bin einigermaßen links und stimme nicht mit allen elementaren Regeln der modernen Marktwirtschaft überein, überhaupt nicht, aber sowas von Dummes hatte ich noch nie gehört! Hatten sie noch nicht vom Preismechanismus Angebot und Nachfrage gehört?

Und damit kommen wir zu dem eigentlichen Punkt: Ich bin ein fester Befürwörter der durch Verordnung festgelegten Preise. Es liegt im Interesse von uns allen, dass der Preis einer Taxifahrt jedesmal dergleiche ist und nicht von irgenwelchen Umständen oder gar von Lust und Laune des Fahrers oder der Fahrgäste abhängig gemacht wird. Wenn es um eine wirklich dicke Fahrt geht, und die Rede von Hunderten ist, dann ist vielleich ein wenig Verhandlungsraum da, aber ansonsten fahre ich nach dem Taxameter, danke schön! Schließlich geht es ja um mein Entgeld. Alle Ermäßigungen sind von meinem Lohn weg, und zu einer Lohnerniedrigung bin ich grundsätzlich nicht bereit.